Ein Kühlschrank gefüllt mit buntem Gemüse und Obst.

Anika Reinbott ist von Haus aus Ernährungswissenschaftlerin, Mutter eines Sohnes und seit 10 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Beruflich wie privat ist die Bonnerin an Nachhaltigkeitsthemen sowie einem Wandel unseres Ernährungssystems interessiert.

Beim letzten Nachhaltigkeitscamp hat Anika das Projekt „Lebensmittelpunkt“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vorgestellt. Im Interview erzählt sie von dem Projekt und von ihren Nachhaltigkeits-Wünschen für die Zukunft.

1. Wie war es letztes Jahr, eine (digitale) Session zu geben?

Es war eine interessante Erfahrung. Wenn ich auch eher ein Fan von Live-Veranstaltungen bin, war es schön mit anderen zum Thema in den Austausch zu treten.

2. Welche Ideen oder Anreize hast du aus dem Camp mitgenommen?

Um das digitale NachhaltigkeitsCamp interaktiver zu machen, habe wir vorab ein Remote-Paket erhalten. Darin war unter anderem Knete, mit der wir zu Beginn des Camps etwas zum Thema Nachhaltigkeit geknetet haben. Das Figuren-Kneten war eine gute Idee, die ich auch mal bei einer Veranstaltung aufnehmen werde.

3. Du hast beim letzten Nachhaltigkeitscamp das Projekt „Lebensmittelpunkt“ der GIZ vorgestellt. Was kannst du uns heute darüber erzählen?

Der Lebensmittelpunkt sollte ein Ort in der GIZ sein, an dem Lebensmittel, die sie kurz vor einer Dienst- oder Privatreise nicht mehr essen, verschenken können. Des Weiteren könnten dort nach Veranstaltungen übrig gebliebene Speisen verteilt werden. Der Lebensmittelpunkt ist gleichzeitig auch als Treffpunkt für Austausch und Vernetzung geplant. Leider hat sich das Projekt seit letztem Jahr noch nicht weiterentwickelt, denn die Pandemie bestimmt auch jetzt noch unser Zusammenleben. Seit der Vorstellung beim NachhaltigkeitsCamp haben wir mit unserer Mitarbeiter*innen-Initiative allerdings das Konzept dafür fertig gestellt. Das können wir, sobald es die Situation erlaubt, aus dem Hut zaubern. Außerdem haben wir noch mehrere Veranstaltungen in dem Bereich organisiert, zum Beispiel mit dem Caterer unserer Betriebskantine zum Thema Lebensmittelverschwendung. Das war sehr interessant und das Interesse seitens des Caterers groß, noch weitere Veranstaltungen durchzuführen.

4. Was ist dein Tipp gegen Lebensmittelverschwendung?

Besser planen beim Kochen und Einkaufen. Kleinere Portionen und Mengen kaufen und zubereiten.

5. Was wünschst du dir in Bezug auf Nachhaltigkeit für die nächsten vier Jahre?

Ich wünsche mir, dass jeder Mensch dieser Bevölkerung seinen ökologischen Fußabdruck berechnet und sich dann konkret Gedanken macht, was er oder sie dazu beitragen kann, um diesen zu verringern. Ich wünsche mir dazu, dass Menschen sich nicht auf Bequemlichkeit ausruhen, sondern sich der Auswirkungen ihres Handelns bewusst werden und dadurch motiviert werden, etwas zu ändern.

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